Freitag, 13. April 2018

[Thrillerfestival] Regionalkrimis


Heute versuche ich zu erschließen, was an Regionalkrimis so besonders ist. Warum man dieses Genre immer mehr findet? Welche Bücher ich schon in diesem Genre gelesen habe? Und natürlich auch auf die Bücher von Martin Ulmer genauer eingehen.


Was ist so besonders an Regionalkrimis?
Wenn man aus der Gegend und dem Ort ist, wo der Autor sein Buch hinsetzt, betrachtet man ein Buch meist ganz anders. Mit einem Ah, das hat er oder sie gut beschrieben. Bis zu diesen Platz kenne ich gar nicht. Manchmal erkennt man sogar unbewusst, den einen oder anderen Charakter.
Ich glaube, diese spezielle Sache, dass man wirklich mit den Protagonisten durch seine Stadt gehen kann und vieles mit ihnen erlebt, macht deren Reiz aus.

Welche Bücher habe ich jetzt schon aus diesem Genre gelesen?
Zu einen natürlich die Bücher von Martin Ulmer. Der Dortmunder lässt gerne seine Bücher dort und im Umkreis spielen.
Aber es gibt natürlich noch eine Vielzahl von anderen Büchern. So lässt Fredrika Gers ihre Bücher auch in einer Gegend spielen, die sie meist gut kennt.
Auch Heike S. Rogg mit ihren Krimis, rund um den Busfahrer Hannes, sind hier sehr positiv zu erwähnen.
Manche werden jetzt aufschreien, was ist mit Rita Falk und ihrer Reihe. Ja, auch die zähle ich im weitesten Sinne zu diesem Genre. 
Alle die Bücher, von Martin, Fredrika Gers und auch Heike S. Rogg habe ich alle gelesen und obwohl ich nicht aus den jeweiligen Gegenden bin, habe ich mich in der Gegend rund um Dortmund, den Alpenkrimis und auch bei den Reisekrimis sehr gut aufgehoben gefühlt. Man hatte das Gefühl, man geht mit den Protagonisten durch die Städte oder die nähere Umgebung.

Wer ist jetzt der Autor Martin Ulmer?
Während einer Blogtour, die zum Release seines Gedichtsbandes "Das Wichtige" stattfand, habe ich einige interessante Fakten zu Martin Ulmer gefunden.

Auf die Frage, wie er sich in drei Worten beschreiben müsste, wählte er:


nachdenklich, neugierig, hinterfragend

und genauso, spiegelt er sich in seinen Gedichten wider. Doch die Thriller beinhalten auch vieles. Denn wie auch die Gedichte, hinterfragen auch manche Passagen seiner Thriller  das Leben.
Wenn ihr euch das gesamte Interview ansehen wollt, folgt gerne diesen Link.
https://diabooks78.blogspot.co.at/2017/05/gedichtsinterview-mit-martin-ulmer.html

Hier noch eine kleine Autorenvorstellung von Martin Ulmer

Martin Ulmer lebt in Dortmund, wo auch sein erster Roman spielt. Beruflich ist er als Produktmanager für ein Abrechnungszentrum tätig. Schreiben gehört seit jeher zu seinem Leben. Immer wieder von kreativen Pausen unterbrochen, schreibt er in seiner Freizeit Texte und Gedichte oder nimmt an Projekten mit anderen schaffenden Künstlern teil. Seine langjährigen Erfahrungen bei Pen & Paper Rollenspielen wie Earthdawn, Conspiracy X, Vampire The Masquerade, C'thullu oder Shadowrun und seine Vorliebe für Serien wie 24, Breaking Bad, Lost, Millennium oder Akte X haben seine Phantasie nachhaltig geprägt. Dunkellicht heißt sein erster Mystery-Roman und damit der erste Teil einer Trilogie über das Wirken der Kräfte von Licht und Dunkelheit, inmitten einer Parallelwelt hinter den Kulissen, der sich verändernden Welt der Jahrtausendwende. Wenn er gerade nicht schreibt oder dichtet entspannt er gerne an der Nordsee oder bei Kaffee mit Freunden in den Dortmunder Kaffeebars. Darüber hinaus hat man hat recht gute Chancen ihn bei einer seiner abendlichen Laufrunden um den Phönixsee in Dortmund anzutreffen oder am Wochenende in seiner Dortmunder Lieblingsbar. 

     

Welche Regionalromane kennt ihr? Habt ihr vielleicht sogar schon die Bücher von Martin Ulmer gelesen? 

Dienstag, 10. April 2018

[Protagonistenvorstellung] Rack

 


Heute stellen euch Bianca Klemm und ich den Protagonisten der Serien Rack vor. 
Rack ist der Protagonist der Reihe von Ann-Kathrin Karschnick.

Hier einmal die Cover:

      

         

      



Doch wer ist jetzt dieser Rack?

Wir haben ihn als ehrgeizig, wachsam , charismatisch und direkt kennengelernt. Einen Protagonisten, den man einfach mögen muss.

Klar läuft nicht immer alles rund, aber genau das macht ihn so liebenswert und man muss ihn einfach mögen.
Natürlich mag er auch Kaffee und Whiskey.

Um ihn noch besser zu beschreiben, haben wir noch ein Bild gezaubert und ein sehr passendes Zitat aus dem Buch herausgesucht! :D



Samstag, 7. April 2018

[Leselaunen] Psychothriller


Heute bin ich mit meinen Überlegungen zum Thema Psychothriller an der Reihe. Was ist es, was mich so fasziniert dabei zurücklässt, mich dazu bringt, atemlos von Seite zu Seite zu huschen. Ein Buch von vielen 100 Seiten in einem Leseabend zu verschlingen.

Es sieht leichter aus, als es ist, dieses Gefühl, das man beim Lesen hat zu beschreiben. Es ist vermutlich dieser Spannungsbogen, wenn man entweder mit dem Killer oder mit dem Ermittler von Mord zu Mord hetzt.

Doch muss es in Psychothriller, tatsächlich immer blutig zugehen? Ich behaupte jetzt einmal frech, nein. Es kann durchaus ein Thriller ohne Blutvergießen auskommen. Der Nervenkitzel ist es, der einem an das Buch fesseln muss. Der Glauben daran, dass es bald so weit sein könnte, aber dann doch durch eine Wendung nicht so kommt.

Das Spiel des Autors, uns in einen Lebensumstand zu entführen, den wir hoffentlich noch nie erlebt haben und erleben werden. Ein Stück weit, werden wir mit jedem Thriller, mit jedem Psychotrick in eine andere Welt entführt.

Natürlich ist es wünschenswert, wenn der Autor es schafft, sich dermaßen in das Buch hineinzuversetzen, dass man glaubt, wenn man sich alleine auf dem Heimweg oder zu Hause befindet, dass hinter einem die Übeltäter lauern. Wenn einem die Szenerie bis ins Bett, ja in den Schlaf verfolgt.

Es gibt wenige, die es bisher geschafft haben, dieses Feeling auf mich zu übertragen, doch ich muss sagen, mein Psychothriller-Gott von vor zwei Jahren muss sich nun mit zwei Autoren des Papierverzierer Verlages um Platz 1 prügeln.

Ja, ihr lest richtig. Chris Carter ist nicht mehr unangefochtene Nummer 1. Auf gleicher Stufe stehen M.H.Steinmetz und Felix Münter mit ihren Werken.

Welche Bücher mir von M.H.Steinmetz gefallen? 


 Eigentlich alle und bis vor zwei Wochen, hätte ich unbestritten "The wild hunt" genannt. Doch dann kam "Dreizehn", dieses Buch schaffte es durch meine Faszination in dem Bereich Ägyptologie und Psychologie, mich in den Bann zu ziehen und mich bis in den Schlaf zu verfolgen. Es ist auch nicht gut, wenn man eine Kerze vergisst und auf einmal wabbert Rauch durch den Raum. Nein, nicht nach diesem Buch. :) 



Aber auch Felix kann mich jedes Mal mit seinen Werken abholen. Meine unbestrittene Nummer eins sind die Carter-Akten. Ich mag diesen Söldner, wie er wirkt und alles löst. Seine Brutalität, aber auch ab und zu seine Feinfühligkeit, wenn er sieht, er steht auf verlorenen Posten. Lieber sich einmal Prügel abholen, als andere gefährden. Oder auch mal einfach flüchten. ;)
         

So, das waren meine Leselaunen zum Thema Psychothriller.

Wie steht ihr eigentlich zu dem Thema?
Mögt ihr Thriller oder Psychothriller?
Was fasziniert euch so an diesem Genre bzw. was muss es haben, um in dem Buch total zu versinken und sich zu denken, hoffentlich kommt er jetzt nicht um die Ecke?

Ich freue mich auf eure Reaktionen! :)

Freitag, 6. April 2018

Protagonisteninterview Flora McMillan und Charlie Foster


Protagonisteninterview „Akte Blutrot“

Ich treffe mich heute mit Flora bei ihr zu Hause.

Hallo, Flora. Freut mich dich heute persönlich kennenzulernen.
Flora: Einen schönen guten Tag! Es freut mich, dass du kommen konntest, ich habe Plätzchen gebacken. Nimm dir eines, wenn du willst!

Aber gerne doch! Wie geht es dir heute?
Flora: Den Umständen entsprechend. Ich hatte vorhin ein hartes Cheerleader-Training und bin ein wenig erschöpft, außerdem hatte ich heute Morgen ein paar Probleme mit meiner Mutter ... Davon abgesehen fühle ich mich nur ein wenig müde, aus welchem Grund auch immer. Eigentlich dachte ich, gut geschlafen zu haben, aber anscheinend irre ich mich da ... Wie dem auch sei, was war deine nächste Frage?

Ja, natürlich. Würdest du dich meinen Lesern vorstellen?
*Sie wirft ihr rotes Haar zurück in ihren Nacken* Flora: Mein Name ist Flora McMillan, ich bin achtzehn Jahre alt und gehe aufs College. In meiner Freizeit betreibe ich Cheerleading, was ich sehr ernst nehme. Ich stehe total auf Mode und Fashion und auch wenn meine Familie nicht viel besitzt, bin ich ein durchaus positiv eingestellter Mensch. Meistens zumindest. Man hat mir schon gesagt, dass ich manchmal etwas garstig werden kann, wenn etwas nicht nach meinen Vorstellungen läuft, aber das kennt bestimmt jeder von uns. An schlechten Tagen ist die Geduld einfach geplatzt.

Wie würdest du deine momentane Lebenssituation beschreiben?
Flora: Ich lebe mit meiner Mutter allein in einem Haus, allerdings habe ich manchmal so meine Probleme mit ihr. Sie hat ein paar psychische Probleme und hin und wieder bekomme ich das auch zu spüren, aber ich vergebe ihr schnell. Es ist schließlich nicht ihre Schuld. Morgens mache ich mich immer auf den Weg. Ich bin ein sehr aktiver Mensch, müsst ihr wissen. Freunde habe ich auch ein paar, aber meistens keine Zeit, um viel mit ihnen zu unternehmen. Man kann mich schon als relativ beliebt bezeichnen, aber ich möchte mich jetzt nicht aufspielen oder so. Manchmal läuft mir noch dieser komische Junge hinterher, der mich anschaut, als würde er mich von irgendwo kennen, aber wenn ich daran denke, wird mir komischerweise immer schwindelig.

Welche Fehler oder Stolpersteine würdest du gerne aus deinem Leben entfernen?
Flora: Meiner Mutter wünsche ich, dass es ihr bald besser geht, denn das würde uns beiden einen großen Gefallen tun. Wir könnten endlich mehr miteinander sprechen, ohne dass die Situation eskaliert. Des Weiteren wünsche ich mir, wieder besser schlafen zu können... Das macht mir wirklich zu schaffen! Ich bekomme ständig diese merkwürdigen Kopfschmerzen. Ohne die könnte ich ganz bestimmt auch viel stressfreier leben.

Das kann ich verstehen, es klingt wirklich lästig. Dann mal weiter im Text: Hast du Wünsche oder Ziele für die Zukunft?
Flora: Wünsche oder Ziele? Uff, wo fange ich da an? Ganz oben auf der Liste steht natürlich das College erfolgreich abzuschließen und danach würde ich unglaublich gerne die Welt bereisen, bevor ich mich dann irgendwo niederlasse und mein Leben lebe. Immer, wenn ich mir das vorstelle, wird mir ganz warm.

Danke für das Interview.
Flora: Gern, es hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht!


Ich treffe mich heute gleich anschließend noch mit Charlie Foster in seinem Anwesen.

Hallo, Charlie, freut mich dich kennenzulernen.
Foster: Hallihallo! Möchtest du eine Tasse frisch aufgebrühten Tee? Ich heiße Gäste immer willkommen. Hier kann es manchmal so einsam werden. Nimm doch Platz!

Eine Tasse kann nicht schaden. Wie geht es dir heute?
Foster: Mir geht es prima, danke für diese Frage! Ich hatte einen fantastischen Morgen und eine spannende Nacht.

Das freut mich. Würdest du dich meinen Lesern vorstellen?
Foster: Also gut. Wer kennt mich nicht? Ich bin Charlie Foster, der gefürchtete Serienmörder! Zumindest nennt mein Erzfeind mich immer so, wenn ich seine Freundin Flora entführe. Du hattest dich bereits vorhin mit ihr unterhalten, nicht wahr? Sie ist so unwissend, aber das ist nicht meine Schuld. Jede Nacht, nachdem ihr Held sie befreit, lässt er sie die Geschehnisse der Nacht wieder vergessen, und sie erinnert sich erst wieder, wenn ich sie das nächste Mal entführt habe. Sie kennt mich vermutlich nicht einmal. Alles fort, alles vergessen. Was gibt es noch über mich zu sagen? In meiner Freizeit spiele ich gerne Klavier, musiziere, kidnappe und ermorde Menschen, das übliche halt.

Wie würdest du deine momentane Lebenssituation beschreiben?
Foster: Ich lebe hier in meinem schönen Anwesen und habe mein Leben ganz meinen Hobbys gewidmet. Meine Eltern waren sehr reich, deshalb muss ich mir um das Geld keine Gedanken machen, aber faul bin ich keinesfalls. Ich bereite mich den ganzen Tag darauf vor, Flora zu entführen, um ihren Freund anzulocken. Er ist das wichtigste an meinem Plan, denn er ist mein Gegenstück, mein Rivale. Wir sind zu kämpfen bestimmt

Bewohnst du dieses gigantische Anwesen ganz für dich alleine?
Foster: Abgesehen davon, dass ich jede Nacht Besuch bekomme... Nein, natürlich nicht! Ich besitze ein sehr süßes Kätzchen namens Benedikt und einen sprechenden Kakadu namens Hamlet. Die beiden können sich nicht besonders gut ausstehen, aber ich genieße ihre Gegenwart sehr. Tiere waren mir schon immer lieber als Menschen.

Welche Fehler würdest du gerne aus deinem Leben entfernen?
Foster: Seit einiger Zeit macht mir etwas zu schaffen. Meine Entführungen waren bis jetzt noch spaßig und ich hatte das Gefühl, dass ich in meinem Leben nichts anderes brauche, aber jetzt ... Immer öfter glaube ich, dass sich bald etwas ändern wird. Flora, mein Folterspielzeug, verändert sich langsam und alles läuft aus den Fugen. Das würde ich gerne aufhalten, aber ich fühle mich in dieser Angelegenheit machtlos.

Hast du weitere Ziele und Wünsche für deine Zukunft?
Foster: Ich lebe im Jetzt und habe keinerlei Wünsche außer mein Schicksal zu erfüllen und bis in alle Ewigkeit gegen meinen Rivalen zu kämpfen, und das jede einzelne Nacht. Aber wie gesagt, ich glaube, dass ich es nicht mehr lange aufrechterhalten kann.

Das klingt traurig, aber da kann man wohl nichts machen. Danke für das Interview.
Foster: Es war mir eine Freude, deine Fragen zu beantworten. Hoffentlich findest du den Weg nach draußen. Noch einen schönen Tag!

Freitag, 30. März 2018

[51/2018] Dynastie von Felix A. Münter



Das Buch "Königsretter - Dynastie 1" wurde von Felix A. Münter verfasst und erschien 2018 im Papierverzierer Verlag.

Die Brüder Gregor und Foster Ashmen sind durch eine Entscheidung in Ungnade gefallen und verdingen sich mehr als erfolgreich als Söldner. Auch als ein Krieg das Land überzieht, ziehen sie in die Schlacht. Können sie ihr Haus wieder in ein gutes Licht rücken?

Dem Autor gelingt es wiederum, ein Epos zu erschaffen, in dem man versinken kann. Sicher es könnte mit Game of Thrones verglichen werden, aber die Zusammenhänge in diesem Buch sind logischer, weniger verwirrend. Man hat auch hier verschiedene Adelshäuser, welche nicht immer gut aufeinander zu sprechen sind, ein Adelshaus, welches sich wieder reinwaschen will.
Zu den Protagonisten Foster und Gregor Ashmen kann ich nur eines sagen, zu zweit sind sie fast nicht zu schlagen. Sie ergänzen sich durch ihre Verhaltensweisen und schaffen als Söldner als auch im Krieg so einiges, welches ihnen vermutlich alleine nicht gelungen wäre. Obwohl natürlich normale Konflikte auch auf der Strecke lauern.
Der Schreibstil und die Wortwahl sind wie immer flüssig und locker zu lesen. Man fliegt förmlich durch das Buch. Erstarrt bei manchen Handlungen und unerwarteten Wendungen. Kann mit den Protagonisten lachen, weinen, kämpfen und mit ihnen durch die Lande ziehen.

Jeder, der gerne Highfantasy liest und auch Familiengeschichten à la Game of Thrones gerne liest und sieht, ist auf jeden Fall mit diesem Buch bestens beraten. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil und natürlich auch auf das erscheinen als Hardcover.


Donnerstag, 29. März 2018

[50/2018] Akte Blutrot von Sara Metz



Das Buch "Akte Blutrot - Vergiss mein nicht" wurde von Sara Metz verfasst und erschien 2018 im Papierverzierer Verlag.

Flora wird jede Nacht von einem Serienkiller entführt und mit allen erdenklichen Möglichkeiten gefoltert. Jeden Abend rettet sie Derek, der ihr auch dabei hilft zu vergessen. Doch Flora verändert sich.

Der Autorin gelingt es ein Buch zu verfassen, welches einem zu fesseln vermag. Durch unerwartete Twists und Wendungen steht man oft vor unerwarteten Szenen, die einem atemlos zurücklassen. Wie oft hat man als Leser gedacht, so muss es jetzt kommen und die Autorin hat einem etwas anderem belehrt.
Die Protagonisten sind mir alle ans Herz gewachsen, auch wenn sie ab und an durch zu vieles Reden nerven. Oft will man ins Buch schreien, weniger reden, mehr machen. Macht etwas, handelt! Doch man kann sagen, dass es sehr gut abgestimmte Handlungsstränge sind, und sich auch alle Personen sehr gut ergänzen.
Der Schreibstil und die Wortwahl konnten mich wieder direkt abholen. Es ist einfach, locker und flüssig zu lesen. Man rast durch die Zeilen. Doch man sollte es in einem Stück lesen. Es ist kein Buch, welches sich für Parallelleser eignet, dazu ist die Handlung trotz allem zu verknüpft.

Jeder der Thriller gerne liest, wird seine Freude an diesem Buch haben.


Mittwoch, 28. März 2018

[49/2018] Dreizehn von Mario Steinmetz



Das Buch "Dreizehn" wurde von M.H. Steinmetz verfasst und erschien 2018 im Papierverzierer Verlag.

Detective Sergeant Ethan Ward steht vor einem nicht ganz alltäglichen Fall. Es scheint, als hätte ein Geist alle Opfer umgebracht, denn es gibt keine Einbruchsspuren, nur grässlich zugerichtete Leichen mit mystischen Schriftzeichen überseht. Gemeinsam mit der Graphologin Natascha Horvat versucht er das Rätsel zu lösen, welches irgendwie mit der auf Foulness Island liegenden Courtsend Psychiatrie, die von Jewgeni Sergejewitsch Botkin, unter fragwürdigen Bedingungen, geführt wird.

Dem Autor gelingt es dem Begriff Horror eine ganz neue Bedeutung zu geben. Man kann sich der kaltblütigen Faszination der Brutalität und Ermordungen nicht entziehen. Man fliegt über Seite und Seite, will wissen, was als nächstes geschieht. Wenn man einen möglichen Täter gefunden hat, passiert meist etwas total unerwartetes.
Protagonisten wie Ethan Ward und Natascha Horvat sind mir sofort ans Herz gewachsen. Jeder aus einem anderem Grund. Während Ethan Ward an einem eigenen blutrünstigen Verlust zu kämpfen hat und dadurch scheinbar immer die besonders schwierigen Fälle im New Scotland Yard erhält. Fällt Unidozentin Natascha Horvat eher durch ihre verschrobene Art auf. Sie scheint etwas verpeilt, aber wenn sie sich einmal in eine Sache verbissen hat, dann bringt sie auch Ergebnisse. Die Insassen der psychiatrischen Klinik haben einen besonderen Reiz, während ich mit den Behandlungsmethoden eines Botkin gar nicht übereinstimmte, aber es perfekt zur Geschichte passt.
Der Schreibstil und die Wortwahl sind flüssig. Einmal mit der Geschichte begonnen, muss man einfach immer weiter lesen, denn man will einfach wissen, welche Bösartigkeiten und Irrsinn sich durch die Protagonisten verbreiten. Es gibt Wendungen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen und welche, wo man denkt, es geschieht diesem Mann ganz zurecht. Weiter so. Wer allerdings mit Horror und blutigen Szenen nicht gut umgehen kann, dem sei von dem Buch abzuraten. Denn eines braucht man bei manchen Szenen tatsächlich. Einen sehr guten Magen. Doch wer wirklich blutigen Horror liebt, der wird dieses Buch einfach lieben.

Jeder, der gerne Horrorbücher liest muss einfach dieses Buch lesen. Und ich hoffe, dass noch viele solche folgen werden.