Samstag, 30. September 2017

[ebook] 17. Buch im September: Der Schwur der Schlange von Barbara Drucker





Das Buch "Der Schwur der Schlange" wurde von Barbara Drucker verfasst und erschien 2017



Marchese Riccardo Visconti della Motta kehrt von seinem letzten Auftrag im Zeichen der Schlange nach zwei Jahren von Amerika zurück und erhält sogleich den nächsten Auftrag, er soll Giovanni Marconi in Sicherheit bringen und eine mögliche Verschwörung innerhalb der Schlangen enttarnen.


Der Autorin gelingt es ein Mantel- und Degenabenteuer der Sonderklasse zu zaubern. Der Marchese ist der James Bond des späten 18. Jahrhunderts. Mit etlichen Verfolgungsjagden und völlig überraschenden Wendungen gelingt es ihr, sich als Leser in die Geschichte völlig hineinfallen zu lassen und die Entwicklungen mit Freude, Angst und Spannung entgegen zu fiebern.
Der Marchese bekleidet auch in diesem Buch wieder eine tragende und wichtige Rolle, denn seine innere Zerrissenheit zwischen dem Orden und seinem Leben könnte in diesem Band größer nicht sein.
Viele Charaktere des 1. Bandes kehren wieder zurück, so in etwas die Gräfin Charlotte von Rostow, oder sein Diener Giacomo.
Durch die sehr bildhafte und lebhafte Form, in der die Szenen beschrieben sind, fällt es einem als Leser sehr leicht, der Geschichte zu folgen und ein kurzweiliges, spannendes Abenteuer zu erleben, welches einem atemlos durch die Seiten jagt. Es gelingt ihr auch, dass man manches Mal wirklich schlucken muss, wenn eine unerwartete Wendung kommt. Man kann mit den Protagonisten lachen, weinen, sich ärgern, aber auch sie der einfachen Freude erfreuen, wenn einfach ein Plan gelingt oder ein Ausflug wunderschön endet.


Jeder, der gerne historische Romane liest, ist mit diesem Buch bestens beraten. Ich kann diese Reihe rund um den Marchese nur wärmstens empfehlen und freue mich schon jetzt auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen mit dem Marchese.

[Buch] 16.Buch im September: Das Bildnis der Domina von Edyta Zaborowska



Das Buch "Das Bildnis der Domina" wurde von Edyta Zaborowska verfasst und erschien 2017 bei BoD - Books on Demand.


Dr. Thomas Abbott begibt sich in die Hände von Baronesse Hanna auf ihrem Herrensitz Black Swan Manor. Er will sich dadurch seine eigensten Wünsche erfüllen. Doch als Hanna und ihre Freundin Aimée ihm einen folgenschweren Vorschlag unterbreiten, steht er vor der Entscheidung. Auch die Vergangenheit mischt sich immer wieder in ihrer Leben ein.


Der Autorin gelingt es eine Grätsche zwischen lustvoller Erotik und ausgeübter Dominanz zu beschreiben ohne, dass es in irgendeinem Zeitpunkt unangenehm wird. Die lustvollen Spiele der Folter und auch den angewendeten Materialien werden detailreich beschrieben und man kann die Striemen und die "Foltermethoden", welche angewendet werden förmlich vor dem inneren Auge sehen.
Thomas Abbott erscheint zu Beginn als der typische Hochschulprofessor, welcher nur in seiner Arbeit aufgeht und zusätzlich noch auf eine Fixanstellung an der Universität hofft. Allerdings bemerkt man ziemlich schnell, dass er erotische Vorlieben hat, welche nicht für alle als Regelkonform gelten könnten. Schnell bemerkt man auch seine Vorliebe bei seinem Aufenthalt bei Baronesse Hanna.
Baronesse Hanna, welche eigentlich meist sehr herrisch und dominant in der Geschichte ist, liebt es ihre sexuellen Vorlieben von Schmerz und auch von ausgelebter Dominanz auszuleben und erscheint oft verunsichert, als sie Schatten der Vergangenheit sieht. Ihre Pläne für Black Swan Manor sind sehr diffizil, aber erfolgreich, denn fast jeder Mann, liebt es, wenn er sich ihr unterwerfen kann.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und das Buch rasch zu lesen. Man taucht ab in die Abgründe der menschlichen Lust und Pläne, welche man ab und zu nicht verstehen kann, aber doch für die Geschichte sehr gut passen.


Jeder der gerne auch etwas härtere erotische Romane mit expliziten Beschreibungen liest, macht mit den Büchern von Edyta Zaborowska alles richtig.

[Protagonisteninterview - Marconi] Der Schur der Schlange von Barbara Drucker



Protagonisteninterview mit Giovanni Marconi


Ich treffe mich heute mit Giovanni Marconi in einem unauffälligen Garten.


Grüß Gott, Herr Marconi, es freut mich, dass sie heute Zeit haben sich mit mir ein wenig zu unterhalten.
Wenn ich alles so viel hätte wie Zeit! Seit mich della Motta hier versteckt, bin ich von der Außenwelt so gut wie abgeschnitten. Wie haben Sie mich überhaupt gefunden? Ein Wunder, dass er Sie in meine Nähe lässt.

Würden Sie sich vielleicht ganz kurz vorstellen, damit meine Leser auch wissen, mit wem sie es zu tun haben?
Ich bin Giovanni Marconi, oberster Schlangenpriester und einer der drei Weisen im Schlangenorden. Über mir steht nur der Großmeister.

Was treibt sie in dieses abgelegene Stückchen Land? Normalerweise trifft man Sie doch nicht in einer solchen Einöde an, oder irre ich mich da?
Leute aus dem Orden trachten mir nach dem Leben und ich stehe unter dem Schutz eines Schlangenkriegers. Ausgerechnet! Diese ehrgeizige Brut ist es doch, die mich aus dem Weg räumen will, mich würde es nicht einmal wundern, wenn della Motta selbst die Fäden zieht. Andererseits gibt es keine bessere Gelegenheit, um ihn zu beobachten und mehr über seine Absichten herauszufinden.

Dann gehe ich davon aus, dass sie den Marchese und Giacomo kennen?
Einer ist unerträglicher als der andere! Della Motta ist mir seit langem bekannt, ich muss ihn bei jeder Ratssitzung ertragen. Warum konnten sie nicht Chrétien zu meinem Schutz schicken? Die Selbstherrlichkeit dieses eingebildeten Aristokraten ist kaum auszuhalten.

Warum hassen Sie ihn so?
Weil ihm alles in die Wiege gelegt wurde, wofür ich kämpfen musste: Ehrerbietung, Würde, Respekt. Er hat keine Achtung vor dem Kult, er ist Schlangenkrieger durch und durch. Ich stehe in der Hierarchie über ihm, doch meinen Sie, dass ihn das kümmert? Tag für Tag fordere ich seinen Gehorsam ein, und Tag für Tag begegnet er mir nur mit Verachtung.

Marconi schnippt den Vögeln ein paar Körner zu, und ich versuche, seinen unverhohlenen Hass zu ignorieren.

Und Giacomo? Der ist doch ganz umgänglich?
Der Diener ist noch impertinenter als sein Herr. Er widersetzt sich meinen Befehlen und behauptet, dass er nur della Motta Rechenschaft schuldet. Er gehört nicht zum Orden, nur das Wort des Marchese ist für ihn Gesetz. Und ständig ist er hinter den Mägden her. Nicht genug, dass er mit der einen ein unkeusches Verhältnis hat, stachelt er sie auch noch auf und untergräbt meine Autorität.

Ihre Amtsgeschäfte und die Intrigen im Orden erfordern von Ihnen sicher viel Kraft. Wie entspannen Sie sich?
Wie jeder Schlangenpriester meditiere ich und kann aus meiner Mitte Ruhe und neue Kraft schöpfen. Und ich liebe Vögel, ich kann sie stundenlang beobachten.
Er schnippt das nächste Korn.

Was sind ihre nächsten Ziele und Pläne, welche Sie in der Zukunft umsetzen wollen?
Ich will die Stellung der Priester stärken und dem Kult wieder seinen ursprünglichen Platz einräumen. Die Schlangenkrieger müssen in ihre Schranken gewiesen werden, und wir müssen sie daran erinnern, was sie wirklich sind: Soldaten zu unserem Schutz. Daher muss das nächste Ziel sein, die Verschwörung der Schlangenkrieger aufzudecken und dieses Vipernnest auszuräuchern. Della Mottas Aufstieg muss unbedingt aufgehalten werden, er ist der Gefährlichste von allen.

Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und das Interview.


Freitag, 29. September 2017

[ebook] 15.Buch im September: Troubleshooter - Das Aufgebot von Felix A. Münter





Das Buch "Troubleshooter - Das Aufgebot" wurde von Felix A. Münter verfasst und erschien 2017 im Papierverzierer Verlag.


Einige Jahre nach dem amerikanischen Bürgerkrieg zieht Samuel Reeve durch die Lande und sucht nach geeigneten Gefolgsleute für einen Auftrag. Es schließen sich ihm Doktor Hitchcock, Cora Blackbush, Santiago Calderon und Miss O'Reilly an. Eine spannende Mission ins Ungewisse beginnt.


Dem Autor gelingt es einem in eine Welt zu entführen, die man tatsächlich vor seinem eigenen Augen sehen kann. Es ist eine Welt, in denen Cowboys und oft auch Fäuste, die einzige Sprache sind, die die Menschen verstehen und hören. Einige brenzlige Situationen müssen von den Protagonisten, die bunter durcheinander gewürfelt nicht sein könnten bestanden werden. Man kann mit den Hauptprotagonisten mitfühlen, mitleiden und einfach mit dem Kopfkino ihre Abenteuer miterleben, sei es eine abenteuerliche Flucht oder einfach nur Gespräche mit denen man sie näher kennenlernt.
Während Samuel Reeve eher der ruhige, ausgeglichene Typ in der Runde ist, wird die Gruppe mit dem jähzornigen, heißblütigen Santiago Calderon, der ruhigen Miss O'Reilly, der schießfreudigen Cora und dem spielsüchtigen Doktor Hitchcock vervollständigt. Die fünf bleiben sich bei ihren Gesprächen nichts schuldig und gemeinsam sind sie eine Truppe, derer man mit Freuden auf dem Pferd durch den wilden Westen folgt. Sie ergänzen sich perfekt und erhalten die Geschichte so lebendig. auch sind die Schauplätze so detailliert beschrieben, dass man das Gefühl hat, sich an den verschieden Plätzen selbst zu befinden.
Die Sprache und die Wortwahl sind sehr gut gewählt, die Beschreibung der Protagonisten, Schauplätze und Situationen so bildhaft und genau, dass es ein Lesegenuss der Sonderklasse ist. Es war ohne Probleme möglich sich zu fürchten, zu freuen, mit den Protagonisten die Rätsel dieser Zeit zu enträtseln. Die Horrorelemente sind sehr gut in die Geschichte eingebaut und die Mischung zwischen Wilder Westen und Horror ist ausgezeichnet geglückt. Ein kurzweiliges, tolles Leseerlebnis!

Jeder, der gerne einmal eine Horrorbuch lesen möchte, welches im Wilden Westen spielt, muss auf jeden Fall auch das Buch von Felix A. Münter lesen, da es einfach etwas Neues ist und die Mischung überraschend und perfekt dosiert. 100%ige Leseempfehlung.


[Blogtourbeitrag - Kulissenbau] Der Schwur der Schlange von Barbara Drucker

Kulissenbau

Es freut mich heute noch einmal Barbara Drucker zu einem kleinen Interview begrüßen zu dürfen. Unser heutiges Thema ist der Kulissenbau

Liebe Barbara, manche Leser fragen sich jetzt sicher, was hat Kulissenbau mit einem Buch zu tun?
Die Kulisse entscheidet darüber, wie die Handlung ablaufen kann. Natürlich kann man auch ein Kammerspiel schreiben, also die Leute in einen Salon oder ein anderes Zimmer sperren und geniale Dialoge führen lassen. Auch solche Szenen schreibe ich, weil ich Dialoge wirklich liebe. Aber wenn ein Roman handlungsorientiert ist, bringen die Schauplätze zusätzliche Abwechslung hinein und eröffnen ganz individuelle Möglichkeiten.

Nach welchen Kriterien wählst du deine Schauplätze aus?
Ich denke da sehr wie im Film, ich will starke, eindrucksvolle Bilder. Wenn der Marchese mit Marconi aus Straßburg flieht, wäre es schade, die steilen Dächer nicht zu nutzen. Ich hole mir das Charakteristische aus einem Schauplatz heraus, etwa eine einzelne Weide oder die Gischt und den Lärm an einem Wasserfall. Eine klappernde Mühle, die glatten Wände in einem Kerker oder die Sitzmöbel in einem  Salon. Je mehr Sinne ein Schauplatz bedient, desto besser. Bei mir spielt der Schauplatz aber nie die Hauptrolle, sondern ich lenke die Aufmerksamkeit auf die Elemente, die für die Handlung spannend werden oder Atmosphäre schaffen, und behandle die Kulisse wie eine große Requisite. Ich liebe übrigens den Einsatz von Licht, in meinen Romanen kommen meistens Fackeln und Kerzen vor.

Kannst du mir einige Schauplätze für Actionszenen in "Der Schwur der Schlange" nennen?
Die hohen Dächer habe ich ja schon angesprochen. Eine Szene spielt auf einer Festung und den Wehranlagen, ein Fluss spielt eine wichtige Rolle. Geheimgänge und Hintertreppen habe ich sehr gerne. Ich mag auch den harten Bruch zwischen Idylle und Gewalt oder Bedrohung. Wenn ich einen sogenannten locus amoenus, einen lieblichen Ort schreibe, wird es meistens gefährlich ;-)

Es sind ja ein paar außergewöhnliche Kampf- und Fluchtszenen in deinem Buch enthalten. Wie schaffst du es, diese Szenen so echt an den Leser zu bringen, dass es fast echt wirkt?
Ich gehe ganz, ganz dicht an die Figur heran und schreibe die Szene aus ihr heraus. Wenn der Marchese einen Kampf besteht oder verfolgt wird, dann stecke ich in ihm, sehe durch seine Augen und höre mit seinen Ohren. Die Sprache muss ganz knapp werden, weil er nicht viel Zeit zum Denken hat, sondern nur handeln kann. Wenn du als Autor auf eine Kampf- oder Verfolgungsszene von außen drauf schaust, hast du schon verloren. Und es steckt natürlich auch sehr viel Bearbeitung in solchen Passagen, da feile ich an jedem Wort und ganz besonders am Rhythmus. Das sind Stellen, die ich zehn- bis zwanzigmal unter die Lupe nehme.

Hast du wirklich alle Szenen selbst durchgeprobt und nachgestellt?
Das würde ich schon körperlich nicht schaffen. XD In Wahrheit sitze ich die ganze Zeit dabei am Schreibtisch und versetze mich an den Schauplatz und in die Figur. Aber Grundwissen ist unerlässlich. So lernte ich Florettfechten bis zur Turnierreifeprüfung und anschließend historisches Fechten mit dem Rapier. Auch einen Hofdegen, die bevorzugte Waffe des Marchese, hatte ich schon in der Hand und lernte einige Manöver. Messerkämpfe in Tanzfilmen, asiatische Kampfkunst und Bühnenkämpfe inspirieren mich für Bewegungsabläufe, in Filmen sauge ich gute Bilder auf. Meine Actionszenen sind stark choreografiert, wie im Film kommt es mir auf den Effekt an.

Wie gehst du jetzt ganz genau vor, wenn z.B. della Motta in einer Sackgasse in die Enge getrieben würde und er sich einen Fluchtweg durch 10-15 Soldaten kämpfen müsste?
Das ist schwer, weil er gegen so eine Übermacht chancenlos wäre. Ich kläre daher zunächst die Fragen nach dem Schauplatz und der Bewaffnung, denn er braucht einen Vorteil, der die zahlenmäßige Überlegenheit ausgleicht. Ich muss die Gegner irgendwie aufteilen, das könnte durch eine Stiege geschehen, sodass nicht alle gleichzeitig gegen ihn kämpfen können, oder durch räumliche Engstellen. Er kann besiegte Gegner auf andere werfen und dadurch mehrere blockieren. Oder ich gebe ihm Deckung, etwa indem er sich an der Seite des Pferdes herabhängen lässt. Oder er nimmt eine Geisel. Das Überraschungsmoment könnte ihn ebenfalls unterstützen. Aber wenn es unplausibel wird, lasse ich ihn den Kampf verlieren. In der Szene, wie du sie vorgibst, wird er höchstwahrscheinlich überwältigt und gefesselt abgeführt. Okay, ich könnte ihn noch an der Fassade hochklettern und übers Dach türmen lassen ;-)

Herzlichen Dank für das Interview.


Mittwoch, 27. September 2017

[Protagonisteninterview mit Oberst Murnau] Der Schwur der Schlange von Barbara Drucker

Protagonisteninterview mit Oberst Murnau

Ich treffe mich heute mit Oberst Murnau in seinem Amtszimmer. Das Zimmer ist sehr groß und ich erblicke sofort ein großes Bild einer Schlacht und eine Karte, wo anscheinend die Stellungen des Militärs mit Zinnsoldaten markiert sind. Auch eine Waffe liegt hier bereit, auch um sie zu verwenden?

Grüß Gott, Oberst Murnau, es ist mir eine Ehre Sie persönlich kennen zu lernen.
Der Oberst knallt die Hacken zusammen und steht sehr aufrecht. Auf dem Exerzierplatz ist er bestimmt in seinem Element, aber wie er mit Damenbesuch umgehen soll, weiß er nicht so recht. Er öffnet und schließt die Faust ständig, als ob er die Luft neben seinem Bein kneten wolle.
Ja, also Grüß Gott. Wollen Sie sich vielleicht setzen?
Er deutet auf einen Stuhl, bleibt einen Augenblick stehen und setzt sich dann auch.

Sind Sie auch aus Bayern? Ich habe diesen Gruß schon lange nicht gehört.

Ich weiß es zu schätzen, dass sie mir ihre kostbare Zeit zur Verfügung stellen.
Ja, ja. Bitte keine unnötigen Floskeln, ich muss heute noch eine Festung inspizieren und mit wichtigen Lieferanten reden.

Mir fällt sofort dieses Gemälde auf, was sieht man denn darauf bzw. warum hängt bei Ihnen ein Bild einer Schlacht?
Das? Das ist die Schlacht von Kunersdorf, aus dem Siebenjährigen Krieg. Mein Bruder kämpfte dort, ich war leider noch zu jung. Er ist ein Kriegsheld und seinetwegen schlug ich die militärische Laufbahn ein.

Vor kurzem lernte ich Riccardo Visconti Marchese della Motta kennen, der wäre vermutlich begeistert von dieser Karte und würde die Hände nicht von dieser Waffe lassen können. Haben Sie ihn schon kennengelernt?
Sagen Sie nicht, dass auch Sie auf ihn hereinfallen. Was haben die Frauen immer mit diesem Kerl? Er schläft sich durch alle Betten und lässt die Damen dann sitzen. Nehmen Sie sich in Acht vor ihm! Auf ihn ist sogar die Gräfin hereingefallen, trotz ihrer Klugheit.

Das klingt ziemlich verbittert.
Da haben Sie vollkommen recht. Fast zwei Jahre machte ich der Gräfin den Hof, dann taucht er auf und erobert sie im Sturm. Obwohl er sich zwei Jahre nicht blicken hat lassen, nicht einmal eine Zeile hatte er ihr geschrieben! Was ist das für ein Halunke?

Sie hatten also Absichten bei der Gräfin?
Ich bin nicht sehr geschickt mit Frauen, ich kann nicht über Putz und Albernheiten reden. Aber ich bin ein ehrbarer, redlicher Mann, und die Gräfin ist eine kluge, besonnene Frau. Wir würden gut zusammenpassen.

Sie ist die Vertraute der Fürstin, Sie der des Fürstgemahls. Wie stehen Sie dazu, dass die Gräfin sich in die Tagespolitik mischt?
Für eine Frau ist das sehr ungewöhnlich, doch ich dulde es, weil sie vernünftige Ansichten hat. Nur die Notwendigkeit, das Heer aufzurüsten, will ihr leider nicht einleuchten.

Woher kommt Ihr Vertrauensverhältnis mit dem Fürsten?
Wir besuchten dieselbe Militärakademie und waren Waffengefährten. Das schmiedet zusammen. Er übertrug mir die Oberbefehlsgewalt für das Heer in seinem Fürstentum, weil er wusste, dass er mir vertrauen kann.

Können Sie sich den Marchese beim Militär vorstellen?
Nicht einmal im gegnerischen Heer. Er versteht etwas von Strategie, aber in die Hierarchien und Strukturen eines Heers würde er sich nie einordnen.       

Sie haben meine Frage nach der Karte und dem Säbel noch nicht beantwortet. Würden sie ihm gefallen?
Für die Karte zeigte er beiläufiges Interesse, ebenso für das Bild. Er ist sehr schwer zu durchschauen. Den Säbel nahm er tatsächlich in die Hand. Er erkennt eine gute Waffe, das muss man ihm lassen.

Würden Sie sich mit ihm duellieren?
Warum nicht? Ich bin Soldat, ich kann mit der Waffe umgehen. Nur ein Feigling drückt sich vor einem Duell.

Dann wollen wir hoffen, dass es nie zu einem Ehrenhandel zwischen Ihnen beiden kommt. Wie sehen ihre Pläne für die Zukunft aus, Oberst Murnau? Haben sie Ziele oder Wünsche, welche Sie unbedingt erreichen wollen?
Ich gebe die Hoffnung um die Hand der Gräfin nicht auf, irgendwann wird della Motta sie wieder verlassen, und dann bin ich da. Beruflich will ich das Heer auf einen modernen, schlagkräftigen Stand bringen, und der Schutz der Fürstenfamilie ist mein oberstes Anliegen. Dem muss ich mich jetzt übrigens widmen. Wenn Sie also keine weiteren Fragen haben, der Büchsenmacher wartet bereits.

Herzlichen Dank für das Interview.


Sonntag, 24. September 2017

[Buchvorstellung einmal anders] Der Schwur der Schlange von Barbara Drucker



Buchvorstellung einmal anders


Ich treffe mich heute mit Barbara Drucker im Garten der Residenz von Fürstin Sophie um mit ihr über ihr Buch „Der Schwur der Schlange“ zu sprechen.


Hallo, es freut mich, dass du heute Zeit hast mit mir über dein Buch zu sprechen.
Mich freut es sehr, dass du mich eingeladen hast. Ich spreche wahnsinnig gerne über meine Bücher :-)


Würdest du ganz kurz dein Buch in max. 5 Sätzen beschreiben?
Im zweiten Band der Marchese-Reihe liegt der Schwerpunkt auf dem Dilemma zwischen Pflicht, Ehre und Liebe. In diesem Band steckt der adlige Spion in etlichen Dreiecksverhältnissen fest: Er muss jemanden beschützen, der seine Karriere behindert, während ein hochrangiges Ordensmitglied fest intrigiert, um diese Person auszuschalten. Privat sieht er sich mit einem Rivalen um die Gunst seiner großen Liebe konfrontiert und verspürt das erste Mal in seinem Leben rasende Eifersucht. Und es erwartet ihn eine Überraschung, die seine bisherigen Überzeugungen ins Wanken bringt und ihn vor eine fürchterliche Entscheidung stellt.

Manche kennen vielleicht den ersten Band „Das Gift der Schlange“ noch nicht, deswegen braucht der eine oder andere Leser noch ein kurzes Briefing, was es mit den Schlangen auf sich hat.
Die Schlangen sind ein fiktiver Geheimbund, der einerseits einen uralten Kult pflegt, andererseits aber beinharte politische Interessen vertritt. Ich habe mich an den damals sehr aktiven Geheimbünden der Freimaurer und Illuminaten orientiert, aber auch an der römischen Kurie und an normalen Fürstenhöfen. In den oberen Rängen, zu denen auch der Marchese gehört, geht es primär um Macht.

Da es sich um den 2. eigenständigen Teil handelt, hoffe ich sehr wieder auf ein paar bekannte Gesichter zu treffen, die ja oft auch auf verschiedenen Seiten stehen und sich entweder lieben, akzeptieren oder bis auf den Tod nicht ausstehen können. Möchtest du uns auch dazu etwas sagen?
Dann wirst du ganz sicher auf deine Kosten kommen :-) Die Hauptfigur ist wiederum Riccardo Visconti Marchese della Motta, der charismatische Spion, dessen Degen genauso spitz und gefährlich ist wie seine Zunge. Ihm steht wiederum sein Diener und Freund Giacomo zur Seite, und sein Erzfeind Leone macht ihm das Leben nach wie vor schwer. Aus dem ersten Band kennst du auch die Gräfin von Rostow und Sophie, die mittlerweile Fürstin ist.

Gibt es eine Szene, die dein Buch am allerbesten beschreibt?
Am besten beschreibt es sicher der Showdown, denn in ihm kommen alle Elemente zusammen, aber den kann ich dir jetzt schwerlich verraten ;-) Die Flucht aus Straßburg kombiniert Actionszenen mit der Raffinesse des Marchese und Giacomos Witz. Persönlich liebe ich die Wortgefechte zwischen dem Marchese und seinem Rivalen Oberst von Murnau, in denen die beiden Gockel ihre Kämme anschwellen lassen. Meine Lieblingsszene ist die am Fluss, die den Marchese von einer sehr gefühlvollen, privaten Seite zeigt.

Wenn es jemals Zeitreisen geben wird, würdest du deine Protagonisten gerne besuchen und auf welcher Seite würdest du stehen? Eher Adel oder eher Spion?
Oh ja, ich würde sie wahnsinnig gerne besuchen und ich stehe definitiv auf der Seite des Marchese, obwohl mir das Herz dabei in die Hose rutscht. Eigentlich ist er ja das Bindeglied zwischen beiden Welten. Der Hof ist luxuriöser, aber spannender ist der Geheimbund. Ich entscheide mich für die Schlangen :-)

Nennst du uns noch dein Lieblingszitat?
"Sitzen wir nicht alle in einem Käfig?" – Es stammt aus dem Mund des Marchese, der in seiner Pflicht und den Erwartungen, die er selbst, aber auch der Orden an ihn stellt, gefangen ist.

Wie würdest du dich in drei Wörtern beschreiben?
Leidenschaftlich. Perfektionistisch. Stark.


Herzlichen Dank für das Interview.

[ebook] 14.Buch im September: Der Fluchsammler von Ann-Kathrin Karschnick



Das Buch "Der Fluchsammler" wurde von Ann-Kathrin Karschnick verfasst und erschien 2017 im Papierverzierer Verlag.



Vincent Rehani, dient schon lange als Fluchsammler für die Hexe Magda Hiller. Immer wieder macht er sich auf den Weg, um Opfer von Flüchen zu suchen und zu Magda zu bringen, um diese erlöst werden. Aber sein letzter Fall ist der schwierigste von allen, denn Elisabeth Fischer hat eine ganz besondere Form des Fluches, mit jeder Berührung, tötet sie Menschen.



Der Autorin gelingt es eine gefühlvolle Romantasywelt zu schaffen, wo man mit den Hauptprotagonisten mitleiden kann, denn alleine, die Tatsache, dass die Liebe wohl für immer versagt bleiben wird, da sie mit ihrer Berührung tötet, macht einem schon nachdenklich. Aber zum glück gibt es gut ausgearbeitete Charaktere, die an der Lösung des Problems unermüdlich arbeiten.
Vincent Rehani, der Fluchsammler, erscheint mir zu Beginn eher missmutig und ohne Hoffnung auf Änderung, als er allerdings zu seinem neuen Fall aufbricht, ist er eher genervt, als erleichtert, denn die Verfluchte macht es ihm nicht leicht, ihr zu helfen.
Elisabeth Fischer, scheint meist sehr zurückgezogen, da sie in einer inneren Zwickmühle steckt. Denn wer geht schon gerne durch die Straßen und killt einen nach dem anderen, nur weil man jemanden in der Straßenbahn berührt.
Magda Hiller, die Hexe, war lange Zeit ein Rätsel, denn man konnte sie nicht wirklich einordnen. Sie scheint alles bereits im Vorfeld zu wissen, was die anderen schmerzhaft und durch lange Recherche herausfinden müssen. Aber sie ein netter Charakter, die man einfach gern haben muss.
Der Schreibstil ist locker und flockig, der einem durch das Buch nur so hindurch jagt. Man will immer sofort wissen, wie es weitergeht. Dadurch, dass das Buch immer aus zwei Perspektiven, entweder aus Elisabeths oder Vinzenz Sicht erzählt wird, hat man einen sehr guten Einblick in deren Leben. Auch versteht es die Autorin uns mit immer neuen Wendungen zu überraschen.

Jeder, der ein spannendes, nicht alltägliches Romantasybuch lesen will, ist mit diesem Buch bestens beraten. Ich vergebe eine 100%ige Lese- und Kaufempfehlung.

Freitag, 22. September 2017

[Buch] 13. Buch im September: Liebe und andere Stolpersteine



Das Buch "Liebe und andere Stolpersteine" wurde von Helen Marie Rosenits verfasst und erschien 2017 bei BoD - Books on Demand.

Die Geschichte geht im 2. Teil der Trilogie rund um Hanna weiter. Die Dreiecksbeziehung entwickelt sich, Reisen bildet und so manche Erkenntnis wird zu einem Stolperstein.

Der Autorin gelingt es ein ganz besonderes Feeling zu zaubern, denn es passiert selten, dass man ein Buch wie jenes in die Finger bekommt, welches eine Leichtigkeit mit Tiefgang paart. Die Dreiecksbeziehung, welche wir vom letzten Teil noch kennen, entwickelt sich weiter, aber es scheint, als wären nicht alle so glücklich, wie es nach außen scheint. Auch eine gewisse Nachdenklichkeit und Schwere ist zu entdecken und zu spüren, welche einem ganz anders in dieses Buch sinken lässt.
Der Sprachstil ist mit einer solchen Leichtigkeit gefüllt, dass man gar nicht anders kann, als mit den Hauptprotagonisten mitzufühlen und sich mit einer Art Kopfkino in sie hineinzuversetzen. Auch die Wendungen und der Hauch von Romantik, der diesem Buch inne wohnt ist gut umgesetzt. Man könnte das Buch mit dem Spruch zusammenfassen. Kopf hoch, sobald eine Türe zufällt, öffnet sich irgendwo eine andere, durch die man weitergehen kann.

Ich persönlich kann das Buch wieder sehr empfehlen, die 50+ Protagonisten sind so gut dargestellt, dass man unbedingt wissen möchte, wie es sich weiterentwickelt.

Donnerstag, 21. September 2017

[Buchvorstellung einmal anders] Liebe und andere Stolpersteine von Helen Marie Rosenits

Buchvorstellung einmal anders

Ich treffe mich heute mit Bernhard dem Ehemann von Hanna, um mit ihm über das Buch „Liebe und andere Stolpersteine“ von Helen Marie Rosenits zu sprechen.

Hallo und herzlichen Dank, dass ich dir heute Fragen zum Buch stellen darf.
Hallo Claudia, schön Dich wiederzusehen.

Würdest du in eigenen Worten ganz kurz erklären, um was es in diesem Buch geht?
Nun, das Buch erzählt ‚unsere‘ Geschichte einfach weiter, also wie sich unsere Dreier-Konstellation von Hanna, Paul und mir entwickelt.

Es geht ja hauptsächlich um die Liebe und die Stolpersteine, über die man fallen kann. Warum glaubst du hat Helen dieses Thema gewählt?
Weil sie in ihrem Leben die Erfahrung gemacht hat, dass selten etwas so kommt, wie man sich vorgenommen oder erwartet hat und dass wir alle nur Passagiere im Zug des Schicksals sind.

Hast du eine Lieblingsstelle im Buch, welche du uns unbedingt vorstellen möchtest?
Schwierig, aber da ich Hanna liebe, sind es wohl die Seiten 339 bis 358, weil dort beschrieben wird, wie Paul Hanna jene Träume erfüllt, die ich ihr nicht verwirklichen konnte. Es freut mich von Herzen, dass sie glücklich ist.

Wie viel echte Helen Marie steckt in dem Buch oder sogar in dem einen oder anderen Charakter?
Hanna als Autorin und auch ich als bloßer Konsument von Büchern sind der Ansicht, dass ein Text erst dann packend, berührend und nachdenklich machend ist und auch nachhaltig im Gedächtnis bleibt, wenn das Herz, die Seele, die Gedanken, die Erfahrungen und die Erlebnisse des Schreibenden miteinfließen. Deshalb steckt sicher sehr viel Helen Marie in ihren Büchern und ihren Protagonistinnen. Nur wie viel und in welchem Ausmaß wird sie, und natürlich auch ich, nicht verraten ;-) ;-)

Was ist dein Lieblingszitat aus dem Buch?
„Das ist dein Baum des Lebens. Möge er dir Glück bringen und Blätter auf ihm so viele Jahre sprießen, wie du ertragen kannst.“
Paul flüstert es zu Hanna, aber ich hätte es genau SO auch zu ihr gesagt, wäre ich an seiner Stelle gewesen.

Könntest du uns noch in eigenen Worten erzählen, wer Helen Marie ist? Denn wir sind alle neugierig und wollen auch die Autorin kennenlernen.
Helen Marie Rosenits ist das Pseudonym für eine 55plus-Frau, die erst seit ein paar Jahren wirklich zum Schreiben gefunden hat. Und zwar wie Hanna, nachdem sie einen Herzinfarkt erlitten hat.
Sie hat sich sehr mit der Materie beschäftigt, ihre Arbeiten unzähligen Verlagen angeboten und sich letztendlich zum Self-Publishing entschieden. Da sie sehr eigene Ansichten besitzt, sich nicht gerne unterordnet und lieber alles selbst unter Kontrolle hat, wird sie sicher bei dieser Art der Veröffentlichung bleiben.
Sie liest unheimlich viel und macht sich ihre Gedanken zu den Büchern und Tendenzen der Schriftstellerei. Da ihr aufgefallen ist, dass in den gängigen und gern gelesenen Romanen bereits 35- bis 40-jährige als ‚im besten Alter‘ bezeichnet werden, hat sie sich bewusst den Protagonistinnen ihrer Altersgruppe verschrieben, wo sie unerschöpfliche Informationsquellen besitzt.
Klar versteht sie die Sprache der Jüngeren, auch der Teenager und Kids, aber es ist nicht ihre ureigene Diktion, auch nicht die ihrer Alterskolleginnen. Dabei sind alle 50 und 55plus-Jahrgänge diejenigen, die man als Babyboomer-Generation bezeichnet. Und genau für diese und alle diejenigen, die wissen wollen, was die Jahre des Älterwerdens bringen mögen, sind ihre Bücher gedacht.  -  Und vielleicht erfahren die jüngeren Frauen so einiges, was ihnen ihre Mütter nicht erzählen, gestehen oder offenbaren würden.
Helen Marie weiß ihre Romane nicht einzuordnen. Es gibt zwar Genre und Schubladen, doch keine für diese Altersgruppe. 
Old Adult, Senior Adult, Best Age Lit. oder Grufti-Lit.???  -  Wie auch immer. Willkommen in Helen Maries Welt und ihren Büchern! J


[Coverinterview] Liebe und andere Stolpersteine von Helen Marie Rosenits

Coverinterview

Was kam zuerst? Das Cover oder der Titel?
Zuerst das Cover.

Hattest du schon eine genaue Vorstellung, was sich auf dem Cover befinden sollte?
Ja, da ich die Geschichte von ‚Hanna‘ auf 3 Teile angelegt habe, habe ich mir im Vorfeld für jedes Buch der Trilogie ein Cover-Bild überlegt. Dazu sagen muss ich, dass die Steinfiguren alle in meinem Garten stehen und ich daher die Rechte an den Bildern besitze. Da ‚Hannas‘ Geschichte viel an Autobiografie enthält, wollte ich auch Eigenes auf dem Cover haben. Die Namen der Steinfiguren sind bei Teil 1 „Romeo und Julia“, bei Teil 2 „Amor und Psyche“ und bei Teil 3 „Lesender Wichtel“.

Welche Bedeutung haben für dich die Engel und die kleinen Rosen am Cover?
Wie gesagt, heißt die Skulptur „Amor und Psyche“ und der Liebesgott hat halt laut der Mythologie Flügel. Die kleinen Rosen wachsen eben davor, Geißbart und Hortensien im Hintergrund. Die Szenerie war als kleines romantisches Kapitel in meinem Garten gedacht. Und genau deswegen ziert dieses Bild das Cover von Teil 2.

Wolltest du etwas Bestimmtes mit dem Cover ausdrücken?
Ja, da die Geschichte aus Teil 1 („Sind drei einer zu viel“) sich fortsetzt, wollte ich mit ‚Amor und Psyche‘ einen bildlichen Hinweis auf den Inhalt geben. Wenn man die Info unter   https://de.wikipedia.org/wiki/Amor_und_Psyche   liest, dann wird man meine Intention erahnen können.

Hast du eine Lieblingsszene oder Lieblingszitat, welches das Buch am besten beschreibt?
Was die sog. Stolpersteine betrifft, ist wohl Kapitel 17 ein Lieblingsszenario von mir. Und was die Liebe angeht, sind es alle Kapitel ab Nr. 24.
Pauls Märchenerzählung enthält das Lieblingszitat, wo er am Ende zu Hanna sagt: “Er wollte nur SIE, für den Rest seines Lebens. Sie war mehr als eine Ente, mehr als ein Schwan, sie war die Königin seines Herzens. Er liebte sie, nur sie, für immer.“

Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du aus heutiger Sicht nach etwas ändern?
Nein, ich bin mit allen Covern meiner Trilogie zufrieden, weil sie nach langem Überlegen und ohne Schielen auf den gängigen Usus oder Spielen mit den (scheinbaren) Erwartungen der Leser/-innen entstanden sind.  – Bloß die Schärfe der Bilder hätte ich gerne geändert, war aber mit meinen vorhandenen Bildbearbeitungstools nicht möglich. Deshalb habe ich den leicht verschwommenen Eindruck eben in Kauf genommen.


[ebook] 12.Buch im September: Wellenherz von Emily West



Das Buch "Wellenherz" wurde von Emily West verfasst und erschien 2017 im Eigenverlag.

Dawn Finlay lernt auf einer Party einen Unbekannten kennen und lässt sich auf ein Abenteuer ein, jedoch bleibt dieses Abenteuer nicht ohne Folgen, sie wird schwanger. Entsetzt versucht sie den Fremden zu finden, der niemand anderes sein kann als Ty Bollinger, ein Ausnahmegenie in der Musik.

Der Autorin gelingt es ein Szenario zu beschreiben, welches durchaus passieren könnte. Mit zwei Protagonisten, welche nicht unterschiedlicher sein können, zieht sie uns in ihren Bann und die Abenteuer, in welche sich Ty und Dawn hineinmanövrieren. Das Szenario, welches uns hier geboten wird ist anders, als ich es bisher kenne, gerade deswegen kann man nicht aufhören zu lesen.
Ty, der große Musiker und Weltklasse Cellist, ist ein Mann voller Selbstzweifel und scheinbar großen Problemen, welchen man aber erst im Laufe des Buches Schritt für Schritt erfährt.
Dawn, die junge Kunststudentin, welche einfach nur eine Party genießen will, aber durch eine Unachtsamkeit schwanger wird ist eher zielstrebig und weiß genau, was sie vom Leben will, zu Beginn hat man zwar das Gefühl, dass Mutter sein nicht auf der Liste steht, aber je weiter das Buch fortschreitet, desto sicherer ist sie sich in ihrer neuen Rolle.
Der Sprachstil ist oft geprägt durch wortgewaltige Dialoge, wo auch schon mal ein paar Schimpfworte vorkommen können. Aber dieser Aspekt störte mich absolut nicht, denn der machte das Buch lebendig. Man konnte mitfühlen, mitleben, mitweinen und mitlachen mit unseren Protagonisten.

Jeder, der gerne erotische Geschichten liest, kann getrost zu diesem Buch greifen, denn es ist der perfekte Mix, zwischen Liebe, Selbstzerstörung und Selbstfindung.

[Buch] 11. Buch im September: Amazonen Allianz von Lara Kalenborn

Das Buch "Vayas Töchter 2 - Amazonen Allianz" wurde von Lara Kalenborn verfasst und erschien im Eigenverlag 2017.

Der Kampf geht weiter. Emilia versucht sich mit ihrer Situation zurechtzufinden, auch Fabel hat so einiges zu verarbeiten. Tom und Lenan scheinen in dem Kampf um alte Rechte auch tief verwoben zu sein.

Der Autorin gelingt es mit dem 2. Band der Reihe Vayas Töchter, die im ersten Band bereits erklärten Entwicklungen rund um die Amazonen und Skythen werden nun noch vertieft und mit noch mehr Hintergrundwissen gefüllt. Die Protagonisten sind abwechslungsreich und manche auch voller innerer Zerrissenheit, wie sie mit den sich ihnen stellenden Herausforderungen umgehen sollen. Auch die Schauplätze sind sehr genau beschrieben.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, überzeugend und mitreißend. Manche Szenen kamen für mich sehr überraschend und bauten die Spannung aus, welche das Lesevergnügen zu einem ganz besonderem Spaß machte.

Jeder der gerne eine gut geschriebene Amazonengeschichte lesen möchte, ist mit dieser Trilogie sehr gut beraten. Ich freue mich schon auf den dritten Teil.

[Challengeaufgabe 16] Der Fluchsammler von Ann-Kathrin Karschnick

> Challengeaufgabe 16 <


Es gibt etwas, dass du dem #papierverzierer und Ann-Kathrin Karschnick schon immer sagen wolltest? Dann poste deine Worte mit den Hashtags #fluchsammler #papierverzierer mit einem Bild deiner Wahl auf all deinen Kanälen.


Es wird Zeit, einfach nur DANKE zu sagen, für die tollen Lesestunden, die ich mit den Büchern des Papierverzierer Verlages und von Ann-Kathrin Karschnick Autorin (selbstverständlich auch bei allen anderen Autoren des Verlages) bereits verbringen durfte. Die Bücher entführten mich in Genres, die mir bisher Fremd waren, welche ich aber seitdem immer öfter lese.


DANKE
* für die tolle Challenge
* für die Bücher
* für die tollen Lesestunden
* für die Zeit, die ihr mit euren Bloggern verbringt
* für das familiäre Verhältnis, welches im Verlag herrscht
* für kommende tolle Projekte und Pläne in diesem und in den kommenden Jahren :)


#papierverzierer #fluchsammler
Der Fluchsammler von Ann-Kathrin Karschnick Autorin