Mittwoch, 18. Oktober 2017

[Buch] 14.Buch im Oktober: Longmire von Craig Johnson



Das Buch "Longmire - Bittere Wahrheiten" wurde von Craig Johnson verfasst und erschien 2017 im Festa Verlag.


Walt Longmire, Sheriff in Wyoming, löst auch die schwierigsten Fälle. Doch so erfolgreich er im Beruf ist, so verschroben und kompliziert ist sein Privatleben. Doch nun wird er mit einem Leichenfund von Cody Pritchard und mit der unschönen Vergangenheit konfrontiert.


Dem Autoren gelingt es einem in den Wilden Westen zu versetzen und einem mit tollen Charakteren in eine andere Welt zu entführen, die man sehr gerne mit ihm besucht.
Es ist ein Buch, welches trotz Spannung auf übertriebene Verfolgungsjagden, Schießereien und auch High Tech verzichtet und trotz der langsamen Gangart ein Feeling aufzubauen, was man in vielen Büchern der heutigen Zeit vermisst.
Die Hauptfiguren sind sympathisch, gradlinig und die Dialoge eine großartig, auch die leichte Dosis schwarzen Humors, gibt dem Buch eine gewisse Leichtigkeit.
Obwohl die Kapitel sehr lange sind, ist es eine kurzweilige, tolle Leseerfahrung, die man nicht missen möchte.
Der Schreibstil ist ebenfalls einfach perfekt passend zu Geschichte und man möchte einfach mehr haben. Dieses Buch ist lebendig, die Charaktere authentisch und diese Andersartigkeit bestärkt mich darin, dass ich gerne noch einen Band haben möchte zum Lesen.


Jeder, der auch gerne einmal langsamere Geschichten im Wilden Westen liest, muss einfach zu dem Buch greifen und in die Geschichte versinken. 100%ige Lese- und Kaufempfehlung.

[Buch] 13. Buch im Oktober: Liebestraum à la carte von Danielle A. Patricks



Das Buch "Liebestraum à la carte" wurde von Danielle A. Patricks verfasst und erschien 2017 im Telegonos Verlag.


Thomas Neumann erfüllt sich seinen Traum, er eröffnet sein eigenes Restaurant. dort lernt er Melanie kennen, die obwohl aus reichem Hause dringend Geld benötigt. Kann Liebe sprießen oder ist sie von vornherein zum Scheitern verurteilt?


Der Autorin gelingt es mich direkt mit ihrer Geschichte abzuholen und mich in das Leben der Neumanns zu versetzen. Obwohl dies der dritte Teil der Herzgeschichten-Reihe ist, kann man es ohne Probleme einzeln und ohne die Schicksale der anderen zu kennen lesen.
Die Charaktere sind allesamt sehr sympathisch und charmant. Eine fällt etwas aus der Reihe, aber in jedem Leben gibt es auch eine Person, die immer alles schlecht redet.
Thomas erscheint mir von Anfang an eher ruhig, bodenständig und selbstsicher, während Melanie eher schüchtern herüber kommt, sich aber doch zielorientiert und positiv entwickelt.
Der Schreibstil der Autorin ist locker, leicht und flüssig, dadurch schafft sie es auch ernstere Themen, wie Mobbing sehr gut zu verarbeiten und zielgerichtet an den Leser zu bringen. Durch ihren Stil gelingt es einem als Leser tatsächlich, sich in die Geschichte einzufügen und den Weg mit den Charakteren gemeinsam zu beschreiten.


Jeder, der gerne Liebesromane liest, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. von mir bekommt es auf jeden Fall eine 100%ige Lese- und Kaufempfehlung.

[Buch] 12.Buch im Oktober: Im Sumpf des Bösen von Daniel Wilde

Das Buch "Im Sumpf des Bösen" wurde von Daniel Wilde verfasst und erschien 2012 im Selbstverlag.


Da ich bei Thrillern immer Gefahr laufe, zu viel vom Inhalt und den Protagonisten zu verraten, nehme ich dieses Mal Abstand von einer Inhaltsangabe.


Eine gleich vorweg, dieses Buch ist nichts für zart besaitete Leser, denn es geht Passagen weise tatsächlich etwas härter und blutiger zu, als in anderen Büchern.
Das Buch an sich ist in drei Teile untergliedert. Der erste Teil umfasst die Vergangenheit, die in Berlin spielt, im zweiten Teil reisen wir ins Jahr 2011 und nach L.A. und im letzten Teil begeben wir uns wieder nach Berlin.
Es kommen sehr viele unterschiedliche Charaktere vor, was den Leser durchaus verwirren kann. Was Schade ist, dass auf Grund des Fehlens einer zentralen Person, es nicht so gut möglich war, sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Man ist als Leser eher in die passive Beobachterrolle gedrängt.
Der Sprachstil, ist über kleine Strecken doch etwas holprig, aber durch aus gut zu lesen.



Jeder, der gerne Thriller liest, ist mit diesem Buch gut bedient.Das Buch

Sonntag, 15. Oktober 2017

[ebook] 11.Buch im Oktober: Die Braut von Katrin Thiele

Das Buch "Die Braut" wurde von Katrin Thiele verfasst und erschien 2017 im Roman Verlag.


Da ich nicht zu viel verraten will, werde ich dieses Mal keine Inhaltsangabe verfassen, nur soviel sei gesagt, die Erlebnisse von Felix und Mara sind einfach spannend und für sie verändernd.


Der Autorin gelingt ein spannender und gut konstruierter Krimi, in den man sich sehr gut hineinversetzen kann. Die Charaktere sind perfekt aufeinander abgestimmt und die Spannungskurve, bis auf einen kleinen Teil in der Mitte, steigt kontinuierlich. Man kann miträtseln, wer der Tatverdächtige ist und wie es weitergehen kann. Felix, Mara und die Nebencharaktere sind sehr gut durchdacht und somit kann man sich in die Geschichte perfekt hineinversetzen.
Der Sprachstil ist abwechslungsreich und es gelingt durch eine gewisse Dosis Witz und Sarkasmus an der richtigen Stelle, den Krimi noch besser zu verstehen.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen, auch nimmt die Autorin ein paar Mal die Möglichkeit von Fremdwörtern in Angriff, welcher wieder ein ganz anderes Feeling in das Buch bringt.


Jeder, der Krimis mit einem Hauch Witz gerne liest, ist mit diesem Buch bestens beraten. Lesen Sie es und gehen sie einen kleinen Weg mit Felix und Mara.

[ebook] 10.Buch im Oktober: Blutpsalm von Meredith Winter



Das Buch "Blutpsalm" wurde von Meredith Winter verfasst und erschien 2017 im Sommerburg Verlag.


Pastor Jonathan Littke lebt in einem beschaulichen kleinen Dorf und führt dort auch seinen Beruf als Pastor aus, als er eines Tages eine Kundenhotline für Computerprobleme anruft. Marlene kommt, aber die ist nicht die, welche er gebraucht hat für seine Probleme. Doch beide bemerken schnell, dass die Liebe oft kompliziertere Wege geht, als normal. Denn Pastor und Prostituierte kann das funktionieren?


Der Autorin gelingt hier ein Spagat zwischen zwei Welten. Einerseits die Welt des Pastors und andererseits die Welt einer Prostituierten, die aus Problemen heraus diesen Beruf ausübt. Es wird aber auch eine Spannung durch einen nicht alltäglichen Fall aufgebaut. Man kann mit Jonathan und Marlene mitleiden, mitlachen, mitweinen und sich über das Verhalten so mancher Figur ärgern.
Es wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der den Leser ständig an der Leseleine hält. Man kann miträtseln, wer jetzt der Mörder des kleinen Ortes Sommerburg ist und die Wendungen sind nicht alltäglich. die Geschichte ist gut aufgebaut, wobei man bei einer Szene, die tatsächlich noch mehr ausbauen hätte können.
Der Sprachstil war locker und flockig. Man konnte sich wirklich gut in die Geschehnisse des kleinen Dorfes hineinversetzen und auch die Probleme, die aus der Kleinkarriertheit der Menschen hervor gehen mit aller Deutlichkeit verurteilen.


Jeder, der gerne einmal einen Mix aus Liebesroman und Krimi/Thriller liest ist mit dem Buch von Meredith Winter sehr gut beraten und ich freue mich schon auf weitere Bücher von ihr.

Freitag, 13. Oktober 2017

[Protagonisteninterview] Steamtown von Carsten Steenbergen

Protagonisteninterview Steamtown

Ich treffe mich heute mit Pater Siberius Grand, Mister Ferret und Agent Eric van Valen in der „Buckligen Ratte“.
Ich sitze gerade an der Bar, als mich der Barkeeper Gus O’Brian fragt, was ich zu trinken haben will, da ich nicht sofort antworte, beginnt er mir die Geschichte der „Buckligen Ratte“ zu erzählen. 
Na gut, da du noch Zeit brauchst, zu entscheiden, was du trinken willst, kann ich dir ja erzählen, wie mein Lokal zu seinem Namen kam. Siehst du dieses Vieh hier über mir? Die ausgestopfte Mutantenratte. Das war im Vorratskeller, ja, genau unter unseren Füßen. Ich wollte ein paar Flaschen nach oben bringen. Das gute Zeug für die Kunden mit ordentlich Barem in der Tasche. Die sind hier selten genug, aber an dem Abend saßen gleich drei von ihnen bei mir an der Bar. Ist das zu glauben? Ein absoluter Volltreffer. Jedenfalls krieche ich hinter eines der Regale, da sprang mich das Scheißvieh mit seinen glühenden Augen ohne Rücksicht auf Verluste an. Ich sag dir, groß wie ein Pony und ebenso schwer. Dass ich unter dem Fleischberg überhaupt rausgekommen bin, ist ein absolutes Wunder. Ich war ja schließlich allein in dem beschissenen Keller. Ich habe es also gerade noch geschafft, mein Messer nach vorne zu bringen, bevor ... oh. Dein Besuch ist eingetroffen. Ich erzähle dann später weiter, einverstanden?
Auf einmal geht die Türe auf und die Drei treten über die Schwelle. Ich stehe auf und gehe ihnen entgegen. Nach einer kurzen Begrüßung mit Handschlag gehen Pater Grand und ich zur Bar, während die anderen beiden sich in eine stille Ecke der Bar zurückziehen. Wir bestellen unsere Getränke und eine Kleinigkeit zu essen, dann beginnen wir das Interview.

Hallo und herzlich willkommen. Danke, dass Sie heute die Zeit gefunden haben mit mir zu sprechen und das Interview möglich zu machen.
(Zieht hoch und spuckt demonstrativ neben die Bar)
Was heißt schon möglich machen? Ich hätte den Abend so oder so in der Ratte verbracht. Hier hat jeder genug mit sich selbst zu tun und in der Regel wird man auch nicht von irgendjemandem mit xxx . Man hat seine Ruhe, verstehen Sie? So wie meine beiden Kollegen gerade. Meine verfluchte Gutmütigkeit, bin ja selbst schuld.
Gus, ja, der redet zuviel. Wie immer. Aber das kann man ausblenden. Einfach nicht hinhören und weiter in sein eigenes Glas starren.

Würden Sie sich bitte vorstellen?
Grand. Siberius Grand. Ministerialkaplan im Dienste unserer Majestät, geschasster Prior der Kirche, Pater ... Der Schlächter von Arminton. Suchen Sie sich was aus.

Um gleich einmal zu Ihrem Fall zu kommen, er scheint ja ziemlich kompliziert zu sein und Sie zu Orten zu führen, die mehr als ungemütlich, ja sogar gefährlich erscheinen?
Verfluchte Heiligkeit, was in dieser heruntergekommenen Stadt ist denn nicht gefährlich? Wenn man nicht aufpasst, findet man sich in irgendeiner Gasse mit dem Messer einer Straßendirne im Rücken wieder, die mutierten Ratten hält nichts mehr in ihren Löchern, die Froschfressen von Quexer sind zahlreicher als die Wackersteine im Pflaster und von den Behörden will ich gar nicht erst anfangen. Dagegen sind die Aufenthalte in der Kanalisation beinahe die reinste Erholung. Riecht nur strenger als sonst wo.

Sie arbeiten ja mit zahlreichen Hilfsmitteln, alleine, wenn ich mir ihren Zylinder ansehe, Pater Grand. Was kann man mit ihm alles machen?
Meinen Zylinder kann man tragen. So wie jeden anderen Hut auch. Kennen Sie bestimmt. Hüte eben. (Schnauft genervt)
Was Sie vermutlich meinen, ist mein Plasmaokular. Das haben alle ausgebildeten Aetheromanten. Das sollten Sie eigentlich wissen, wenn Sie ihre Hausaufgaben gemacht hätten.
Damit sieht man hinter den Vorhang des Puppenspielers, wie ich es nenne. Kennen Sie sich mit der Plasmonenforschung aus? Die winzigen, leuchtenden Sprenkel, die alles umgeben, was mit Plasma in Berührung kommt? Nein? Hatte ich auch nicht erwartet.

Haben die anderen auch solche Hilfsmittel zur Verfügung, oder braucht man einen gewissen Grad oder Ausbildung, um solche Hilfsmittel mit sich führen zu dürfen?
Ob die anderen ...? Leute wie Sie bereiten mir Kopfschmerzen. Ja, verflucht, natürlich muss man ausgebildet sein, wenn man mit speziellen Gerätschaften hantiert. Oder haben Sie schon mal erlebt, dass man einem Pinselaffen eine geladene Flechette in die Hand drückt und dann hofft, dass er weiß, wohin er zielen muss?
Ferret braucht keine Hilfsmittel. Sein ganzer Körper besteht daraus. Aber sprechen Sie ihn besser nicht drauf an. Obwohl, wenn Sie mir eine Freude machen wollen, tun sie es doch. Er mag nicht darüber reden, warum auch immer. Ziemlich eitel für einen seines Schlages. Man sollte ja meinen, dass er eh nichts mehr ...
Und unser junger Agent, Mister van Valen, der hat seine Hoegle, sein Diensteisen. Mit der Waffe kann er tatsächlich umgehen, wenn er daran denkt, sie zu benutzen.

Was sind Aetheromanten?
Nennen Sie es eine Spezialeinheit, wenn Sie so wollen. Anfänglich, als die Forschungsabteilung des Ministeriums noch nicht so weit war, hat die Kirche unter Bischof Soterus die Ausbildung derjenigen Geistlichen übernommen, die besondere Fähigkeiten zeigten. In Verbindung mit dem Plasma, das heutzutage unsere Straßen und Häuser erhellt. Und anderes. Man hat es damals den Einfältigen tatsächlich noch als Zeichen der göttlichen Macht verkauft. Können Sie sich das vorstellen? Ha ha.
Tatsächlich stellten sich die seltsamen Erscheinungen in der Stadt als Folge des ungesicherten Gebrauchs des Plasmas heraus. Und um die unter Kontrolle zu bringen, brauchte es uns Aetheromanten. Ganz einfach.

Wir sitzen jetzt schon relativ lange hier und ich glaube, der Fall löst sich nicht von alleine, deshalb möchte ich Sie nicht länger aufhalten, aber eine Frage hätte ich noch. Welche Wünsche und Ziele haben Sie noch für Ihr weiteres Leben, für das Zusammenarbeiten und für die Stadt?
Für mein eigenes Leben?  Möge es ruhig und unbelästigt weiterlaufen. Ohne diesen ganzen scheiß Abschaum, der einem wie ein Explosivkragen um den Hals hängt. Diese Stadt, die geht eh vor die Hunde, früher oder später.


Herzlichen Dank, für das Interview!
Ich bin also endlich erlöst? Und ich dachte schon, Sie finden nie ein Ende mit Ihrer Fragerei. Behalten Sie beim Rausgehen die Typen am Tisch neben dem Ausgang im Auge. Sollten sie Ihnen folgen, nehmen Sie besser die Beine in die Hand. Und jetzt will ich endlich in Ruhe meinen Branntwein trinken ...

[Autoreninterview] Carsten Steenbergen

Autoreninterview Carsten Steenbergen
Natürlich möchten wir als Erstes wissen, mit wem wir es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Das schaffe ich vermutlich. :)Mein Name ist Carsten Steenbergen, geboren vor über 4 Jahrzehnten in Düsseldorf, Schreiberling seit 2006 (da habe ich meine erste und zweite Kurzgeschichte veröffentlicht), Sport- und Kulturfreund und Fan der Phantastik.

Wie bist du zum Schreiben gekommen? 
Ich bin recht unklassisch zum Schreiben gekommen, vornehmlich wegen eines nicht zu unterdrückenden vorlauten Satzes (Das kann ich allemal besser!) - das müsste so um 2001 gewesen sein - nach dem Lesen eines wirklich, wirklich üblen Werks einer Selfpublisherin. Und da musste ich mich ja wohl dransetzen, Taten folgen zu lassen. Ergo: Schrieb ich.

Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könnest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Bisher sind erschienen:
Teufelsacker - ein historischer Krimiroman mit Horrorelementen (Feder & Schwert), in dem Heinrich, zukünftiger Graf von Kessel, sich im Jahre des Herrn 1256 einem dämonischen Korngeist stellen muss und eine ungeheuerliche Verschwörung aufdeckt, in die auch der berühmte Dombaumeister Gerhard von Riehl verstrickt zu sein scheint.
Steamtown – ein Steampunkroman (zusammen mit T.S. Orgel), in dem der junge Agent Eric van Valen zusammen mit dem abgehalfterten Pater und Ætheromanten Siberius Grand und dem seltsamen Forensiker Mister Ferret einen Mörder finden sollen. Doch was als simple Mordermittlung in der Unterwelt der von Plasmalicht und Kohlefeuer erhellten Stadtmetropole beginnt, konfrontiert sie mit düstersten Albträumen, in denen höllische Geschöpfe auf die drei Ermittler lauern.
Mad Rush- ein Agententhriller, der im Jahre 2016 spielt. Unter der Leitung des charismatischen Nahkampfspezialisten Alexander Crane widmet sich das geheime Einsatzteam OMBUS (Organisation zur mobilen Bekämpfung unkonventioneller Situationen) dem Kampf gegen das internationale Verbrechen. Temporeiche Action, exotische Handlungsorte und haarsträubende Verbrecher machen ihnen das Leben schwer ...

Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
An zweien sozusagen. Nein, drei eigentlich. Zum einen eine etwas größere Hörspiel-Adaption, sprich, ich schreibe das Dialogbuch, dazu ist ein Fantasy-Roman aktuell zur Prüfung unterwegs UND ich sitze an neuen Bühnenprogrammen mit geschätzten Kollegen. Ach ja, und es munkelt, dass ich mittelfristig maßgeblich stimmlich an einem Hörspiel beteiligt sein soll ...

Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Außer Sport? Grundsätzlich fast alles, was irgendwie mit Phantastik zu tun hat, oder Kunst oder Musik. Oder eben spannend und unterhaltsam ist. Ja, das kann auch mal die Couch sein.

Hast du auch ein Lieblingsbuch und einen Lieblingsautor, mit dem du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Einen? Das geht?
Ernsthaft, da stehen viel zu viele auf meiner persönlichen Liste, die definitiv kein Ranking aufweist. Das wäre arg unfair.

Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Da wäre der klassische Schreibtisch, der Küchentisch, die Couch und ganz wichtig, der rotlederne Sessel. Der Rest passiert dann unterwegs.

Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Da ich kein Vollzeitschreiber bin, heißt es, morgens für den Dayjob aufzustehen, den zu absolvieren so bis ca. 17/18 Uhr und dann nach den üblichen Verpflichtungen, Sport und Schreiben hinten dranzufügen. Recht unspektakulär, wie ich finde.

Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Vornehmlich tummel ich mich bei beiden häufig in der großen Bandbreite der Phantastik herum. Ich erlaube mir aber immer wieder auch Ausflüge in andere Gefilde wie Thriller, etwas Humor oder Schräges.

Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ersteres nicht unbedingt. Da lebe ich lieber nach der Problem-Devise »Irgendeine Lösung wird´s schon geben.« Drumherum versuche ich es möglichst positiv zu gestalten, keine getroffene Entscheidung bereuen und eher vorwärts zu leben.
Als Zitat passt aber mir gerne ein Satz aus »Fool on a Hill« von Mad Rush (frei zitiert): Keine Geschichte ist jemals fertig, sie wird nur vorher aufgegeben.

Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich habe noch nicht alle Länder gesehen oder bereist, die mich interessieren, daher kann ich diese Frage nicht abschließend beantworten. :)
Eine irgendwie besondere Verbindung zur Niederlande kann ich aber nicht leugnen.

Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Bin ich tatsächlich. Gefallen muss sie mir nicht immer, aber ich versuche trotzdem, die andere Meinung einmal nachzuvollziehen. Lospoltern ist eher kontraproduktiv, wie ich finde. Dann lernt man ja nichts. :)

Wie bist du zum Papierverzierer Verlag gekommen?
Das war eigentlich einer der üblichen Messekontakte. Meine beiden Kollegen (T.S. Orgel) und ich waren auf der Suche nach einer pflegebereiten Heimat für den Roman »Steamtown« und eine Kollegin gab mir den Tipp mit Papierverzierer. Also sind wir dort einmal am Stand vorbeigestiefelt und haben Hallo gesagt. Der Rest ist Geschichte.

Wie entstand die Idee zu Steamtown und zu den doch ab und zu sehr eigenwilligen Protagonisten?
Wir haben zu dritt in der S-Bahn zur Leipziger Buchmesse gesessen und über ein gemeinsames Projekt gesprochen. Nach erfolgreichem Ausschlussprinzip (keine Vampire, bitte nix mit Elfen etc.) blieb nur noch Steampunk übrig. Also haben wir damit angefangen und ein Webroman-Projekt a la Discovery Writing draus gemacht.
Wir hatten einen Mord und eine große Verschwörung und jeder von uns hat sich dann eine Figur überlegt, die man möglichst ungünstig mit den anderen zusammenwürfeln könnte, um das Abenteuer anzugehen.

Wie war die Zusammenarbeit mit T.S.Orgel? Wird es noch weitere Bücher in dieser Autorenzusammenstellung geben?
Da Tom und ich bereits gemeinsame Schreiberfahrung (bei einer Fortsetzungsgeschichte im Xing-Portal) gesammelt hatten und feststellten, dass wir uns recht gut ergänzen, passte das ziemlich locker übereinander. Stephan hatte dagegen mit seinem Bruder bereits gemeinsam Geschichten verfasst, so dass es hier auch keine Probleme gab. Die Symbiose gelang daher ohne Überraschungen und wurde im Rahmen von Steamtown weiter verfeinert.
Wir sprechen immer wieder über Optionen, zusammen neue Bücher zu machen. Bisher waren wir jedoch mit eigenen Projekten mehr als beschäftigt. Mittelfristig bahnt sich aber ein neues Projekt an.

Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?

Lest, seid nett zueinander und am besten so großartig, wie es geht.